Deutschland unterstützt verbesserte Wasserversorgung für Bevölkerung von Kabul
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Botschafter König gemeinsam mit Finanzminister Dr. Zakhilwal (links), Dad Mohammed Bahir, Generaldirektor der Wasserbehörde (rechts) sowie Ingenieur Latif (ganz links) beim Rundgang durch das mit deutscher Unterstützung errichtete neue Verwaltungsgebäude
(© Deutsche Botschaft Kabul)
Zusammen mit dem afghanischen Minister für Finanzen, Dr. Omar Zakhilwal, sowie dem Generaldirektor der afghanischen Wasserbehörde hat Botschafter Rüdiger König heute (18. Juni 2011) die neu errichtete Zentrale des Kabuler Wasserversorgers "Kabul Water Supply" (KWS) sowie der staatlichen Betreibergesellschaft "Afghanistan Urban Water Supply and Sewerage Corporation" (AUWSSC) in Kabul eingeweiht.
Der Bau ist Teil des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Vorhabens "Extension of the Kabul Water Supply System", welches langfristig den Zugang zu sauberem Trinkwasser für insgesamt 1,5 Millionen Menschen in Kabul verbessern soll. Dort haben z.Z. Nur 10 - 15% der Bevölkerung Zugang zu Trinkwasser über die ca. 38.000 Hausanschlüsse des Kabuler Wasserversorgers. Weitere 15 - 20 % der Menschen nutzen öffentliche Pumpen oder andere Netze, deren Wasserqualität jedoch häufig unbefriedigend ist.
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Botschafter König stellt in seiner Eröffnungsrede das deutsche Engagement zur Verbesserung der Wasserversorgung in Afghanistan vor.
(© Deutsche Botschaft Kabul)
Botschafter König betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung, allen voran für die Kinder in Afghanistan, bei denen Infektionen durch verunreinigtes Wasser zu einer der höchsten Kindersterblichkeitsraten weltweit beitragen.
Insgesamt haben weniger als 15% der Bevölkerung Afghanistans Zugang zu einer gesundheitlich unbedenklichen Trinkwasserversorgung. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist daher eine Priorität der afghanischen Regierung und Schwerpunkt der afghanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland hat sich seit 2002 erfolgreich als führender Geber im Sektor „Städtische Wasserversorgung“ etabliert mit Vorhaben in Kunduz, Herat, Faizabad, Balkh, Imam Sahib und Kabul. 2010 hat das BMZ den weiteren Ausbau der Wasserversorgung insbesondere in den Schwerpunktprovinzen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Nordafghanistan zugesagt.
Das neue Verwaltungsgebäude wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, im Auftrag des BMZ errichtet. Das BMZ hat für 2011 für das Vorhaben in Kabul rund 12 Millionen € zugesagt, für den Wassersektor insgesamt rund 17 Millionen €.