Erfolgreicher Abschluss eines ländlichen Entwicklungshilfeprojektes

Dorfälteste aus Kata Khel danken Botschafter Rüdiger König Bild vergrößern Dorfälteste aus Kata Khel danken Botschafter Rüdiger König (© Deutsche Botschaft Kabul) Die deutsche Botschaft fördert eine kleine Anzahl sogenannter Kleinstprojekte mit dem Ziel, den ärmsten Bevölkerungsschichten zu helfen.

Ein solches Projekt konnte Ende 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Am 26. Januar erhielt Botschafter Rüdiger König Besuch vom Dorfältesten Mohammed Din und zwei weiteren Landwirten aus dem Dorf Kata Khel nordöstlich von Kabul. Die Besucher bedankten sich für die finanzielle Unterstützung der Botschaft zur Rehabilitierung eines sehr alten, traditionellen Bewässerungssystemes ("Kareez") und überreichten Rosinen, Mandeln und Nüsse aus eigenem Anbau.

Die landestypischen, teils jahrhundertealten Kareeze dienen der Trinkwasserversorgung und der Bewässerung von landwirtschaftlichen Anbaugebieten in Afghanistan.

Der Distrikt Deh Sabz befand sich jahrelang im Zentrum der Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen sowie später zwischen den Taliban und der Nordallianz.

Durch heftige Bombardierungen und Artilleriefeuer wurden Boden und Bewässerungskanäle in dieser Gegend schwer beschädigt. Als die geflüchteten Familien 2001 aus Pakistan zurückkehrten, mussten die Brunnen zunächst von Lehmverschüttungen durch harte Arbeit der Bauern befreit werden, bevor der landwirtschaftliche Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Jedoch bleiben die Brunnenöffnungen lange Zeit beschädigt, teils drang Regenwasser ein und teils verursachte die Morosität der Schächte eine Versandung des Trinkwassers. Fehlende Brunnenabdeckelung verursachten schlimme Unfälle von Kindern und Tieren.

Arbeit der Dorfbewohner am Brunnen Bild vergrößern Arbeit der Dorfbewohner am Brunnen (© Deutsche Botschaft Kabul) Die Landwirte gründeten daher eine Kooperative und beantragten von der Botschaft Mittel für die Reinigung des Brunnensystems, der Stärkung der Brunnenschächte und der Abdeckelung der Öffnungen. Die Förderung der Botschaft betrug 23.000,00 EURO, bei der Projektimplementierung stand die Hilfsorganisation ADRA fachlich zur Seite. Die arme Gemeinde brachte als Eigenleistung etwa 750 Mann/Tage Arbeitsleistung ein. Nach Auskunft des Dorfältesten haben sich seit Abschluss der Arbeiten Qualität des Trinkwassers und Bewässerungskapazitäten für die Landwirtschaft erheblich verbessert. Insgesamt profitieren davon 71 Familien.

Die Botschaft wünscht der Gemeinde weiterhin alles Gute und freut sich, dass sie helfen konnte!

Stand 26.01.2012

Erfolgreicher Abschluss eines ländlichen Entwicklungshilfeprojektes